Schnee-Fall? Nein danke! So radeln Sie auch bei Winterwetter sicher

Veröffentlicht in Rennrad, Tipps & Tricks mit Tags , , am Dezember 22, 2007 von pgerlach
Knackige Winter-Temperaturen und eine weiße Weihnacht wünscht sich fast jeder, Radfahrer machen da keine Ausnahme. Doch dem sicheren Vorwärtskommen per Rad müssen Schnee und Eis auf der Fahrbahn nicht  abträglich sein. Vorausgesetzt, man beherzigt einige Vorsichtsmaßnahmen. Kein Stress bei Glätte!
[pd-f] Ein Blick auf das Außenthermometer nach dem Aufstehen spricht Bände: Zeigt es deutlich unter null Grad an, sollte man für den Weg mit dem Rad mehr Zeit einkalkulieren. Denn die braucht man angesichts der nun gebotenen Vorsicht. Hat es bei Temperaturen knapp unterm Gefrierpunkt geregnet, dann droht das gefürchtete Blitzeis und man sollte das Rad besser zu Hause lassen – es sein denn, man hat zuvor in einen Satz Spikesreifen investiert, die auch auf Eis viel Halt bieten. 

Strecken-Check
Radfahrer sind es gewohnt, die Fahrbahn auf Schlaglöcher, Kanaldeckel und so weiter abzuscannen. Im Winter gehören verdächtige schwarzglänzende Flecken dazu: überfrorene Pfützen, die nicht einmal sonderlich groß sein müssen, um einen plötzlichen Sturz zu verursachen. Klar, dass man diese wenn möglich umfahren sollte. Geht das nicht, gilt: rollen lassen, nicht scharf bremsen, Lenkbewegungen vermeiden und Füße von den Pedalen nehmen. „Damit das einfach geht, sollte man den Sattel ein bis zwei Zentimeter tieferstellen“; empfiehlt Rolf Häcker vom Sattelstützenhersteller Humpert (www.humpert.com). Fies wird’s, wenn eine dünne Schneeschicht derartige Gefahrenstellen verbirgt. Wer jeden Tag dieselbe Strecke fährt, weiß, wo sich Wasser sammelt; alle anderen müssen noch vorsichtiger fahren. Zu meinen, man könnte einen Sturz auf eisglatter Fahrbahn durch geschicktes „Aussteuern“ verhindern oder sich elegant „abrollen“, ist Augenwischerei; wer auf Eis ausrutscht, dem bleibt meist keine Zeit zu reagieren.

Ebenfalls Vorsicht ist auf Kopfsteinpflasterstrecken angebracht, denn zwischen den Steinen kann sich Wasser beziehungsweise Eis sammeln. Aufpassen sollte man auch überall da, wo unter der Fahrbahn Hohlräume stecken, etwa die Einfahrt zu einer Tiefgarage oder eine Eisenbahnunterführung. Durch die kalte Luft von unten kann sich hier Reif- oder Eisglätte bilden, auch wenn die Straßen ansonsten völlig frei sind. 

Schneesicher
Kräftiger Schneefall macht aus der vertrauten Umgebung eine fremde Welt: Autos verwandeln sich in knuffige Schneeberge und bleiben stehen,  Radfahrer dagegen haben freie Bahn. Denn eine geschlossene Schneedecke bietet genügend Grip für vorsichtiges Vorwärtskommen, „besonders, wenn man zuvor den Reifendruck auf das zulässige Minimum (auf der Reifenflanke angegeben) abgesenkt hat“, rät Carsten Zahn von Reifenhersteller Schwalbe (www.schwalbe.de). Der Haken an der Sache: Man weiß nie so genau, was unter dem Schneekleid steckt, muss also auf kleine holprige Überraschungen gefasst sein. 

Schwieriges Schmuddelwetter 
Wenn der Schnee zu schmelzen anfängt, wird’s ungemütlich auf den Straßen. Der vom motorisierten Verkehr verdrängte Schneematsch landet auf dem Fahrradstreifen, und wenn jetzt ein paar kalte Nächte kommen, gefriert das Ganze zu gefährlichen Spurrillen, die zuvor von Fahrradreifen durch den Eisbrei geschnitten wurden. Das Risiko, „einzuspuren“ und unkontrolliert zu stürzen sollte zur Vorsicht ermahnen. Der Gesetzgeber erlaubt in solchen Fällen zwar die Nutzung der Straße, die Fahrbahn ist wegen gefrorener Eisreste am Rand aber besonders schmal. Deshalb sind zu solchen Bedingungen die wenigsten Radfahrer im Verkehr unterwegs.

  • Einladung zur Nikolaustour am 9.12.07

    Veröffentlicht in Rennrad, Zeitungsberichte mit Tags , , , am November 23, 2007 von pgerlach

    Nikolaustour 2006

    Zu unserer traditionellen Nikolaustour laden wir am Sonntag, dem 9.12.07 alle interessierten Rennradfahrerinnen und -fahrer ein. Treffpunkt für die gut zweistündige Tour ist um 10 Uhr am Post SV Vereinsheim am Kuhteichweg. Die Steckenführung erfolgt auf durchweg verkehrsarmen und rennradtauglichen Wegen. Gefahren wird mit moderatem Tempo, sodass auch weniger trainierte Sportlerinnen und Sportler dabei sein können. Aus Sicherheitsgründen besteht für die Teilnahme Helmpflicht. Ein Startgeld wird nicht erhoben. Weiterlesen »